food design

food design ist das einzige deutschsprachige Fachmagazin, das sich mehrmals jährlich ausschließlich diesem für die gesamte Ernährungsbranche wichtigem Thema widmet. Das inhaltliche Spektrum erstreckt sich von aktuellen Markttrends über Neuheiten in den Bereichen Ingredients, Rezepturen, Anwendungen, Konzepte und Entwicklung, Sensorik und Analytik bis hin zu Verpackungslösungen. Berichte über wichtige Messen und Veranstaltungen sowie über aktuelle Rechtsfragen und Neuigkeiten aus Wissenschaft und Forschung runden die thematische Vielfalt von food design ab.


Permeation auf dem Prüfstand

25.05.2016

Die Dampfdurchlässigkeit ist für Verpackungen ein entscheidendes Qualitätskriterium, bestimmt sie doch unter anderem, wie lang Lebensmittel frisch bleiben. Tiedemann & Betz bietet mit der W3-330 von Labthink ein auf Elektrolyse basierendes Wasserdampf-Permeationsprüfsystem, das präzise und schnell die Transmissionsrate bestimmen soll.  Das Gerät richtet sich insbesondere an Anwender von Hochbarrierefolien,  die wegen der minimalen Durchlässigkeit häufig besondere Messanordnungen erfordern. Die Genauigkeit des Geräts liegt bei 0,001 Gramm pro Quadratmeter für Folien und 0,00001 Gramm pro Packung innerhalb 24 Stunden für vorgefertigte Verpackungen. Um bei der Messung unterschiedliche Umgebungsbedingungen, denen das Material ausgesetzt ist, simulieren zu können und eine entsprechend realistische Einschätzung der Wasserdampfpermeation zu erhalten, sind am Gerät verschiedene Temperatur- und Luftfeuchtewerte frei zu kombinieren.


Neue Technologie für Frischkäse

21.05.2016

Eine neue Technologie soll Herstellern von Frischkäse eine zusätzliche Einnahmenquelle erschließen und zugleich für mehr Calcium im Frischkäse sorgen. Bisher fällt bei der Herstellung  als Nebenprodukt der Fermentation Sauermolke an. Diese ist im Gegensatz zu Süßmolke schwieriger zu verarbeiten und enthält etwa 20 Prozent weniger Lactose. Wissenschaftler der Universität Hohenheim setzen auf die Kombination von Mikrofiltration und Diafiltration, um „ideale Molke“ abzutrennen und anschließend das Milchkonzentrat zu fermentieren. Damit wird eine Molke gewonnen, deren biologische Wertigkeit der Süßmolke entspricht. Darüber hinaus bleibt durch das Verfahren ein höherer Calcium-Gehalt im fertigen Frischkäse erhalten.

Wissenschaftler um Prof. Dr. Jörg Hinrichs an der Universität Hohenheim wollen zusammen mit einer Arbeitsgruppe der Technischen Universität München Grundlagen schaffen, um das neue Verfahren marktreif zu machen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) fördert das Projekt der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) über den Forschungskreis der Ernährungsindustrie (FEI) mit insgesamt über 500.000 €.


Clean-Label-Lösung gegen klebrige Roggenbrote

17.05.2016

Eine saftige Krume, aromatischer Geschmack und lange Frische – so sieht das perfekte Roggen- oder Roggenmischbrot aus. Roggenteige sind jedoch anspruchsvoll in der Verarbeitung. Durch die von Natur aus enthaltenen Pentosane sind aus Roggenmehl produzierte Teige im Vergleich zu Weizenteigen klebriger. Die Teige sind kurz und plastisch im Gegensatz zu den dehnbaren und viskoelatischen Teigen aus Weizenmehl. Negative Folgen davon können eine schwere Maschinengängigkeit und Verluste durch anhaftende Teigrückstände sein. Um die Verarbeitungs- und Gebäckeigenschaften zu verbessern, bietet Herbafood  unter dem Namen Herbacel zwei Produkte aus Fruchtfasern. Die geschmacksneutralen Zutaten weisen mit bis zu 85 Prozent einen hohen Ballaststoffgehalt aus und können als Apfelfaser oder Citrus- und Apfelfaser deklariert werden. Anwender bringen die Fasern mit dem Mehl als Trockenmischung in den Herstellungsprozess von Roggenteigen ein. Neben der Verringerung der Klebrigkeit der Teige verspricht der Hersteller eine höhere Teigausbeute sowie eine längere Frische der hergestellten Brote.


Verleihung der Free From Food Awards

12.05.2016

Zwei Tage lang trafen sich die Mitglieder der 20-köpfigen Jury der Free From Food Awards in Berlin, um  die besten „frei-von-Produkte“ auszuzeichnen. Die Awards werden dieses Jahr zum ersten Mal im Rahmen der Allergy & Free From Show“ vergeben, die im April in Berlin stattfand.  Aus 140 eingereichten Produkten wählte die Jury jeweils einen Sieger in acht Kategorien, darunter Brot- und Backmischungen, Fleischersatzprodukte und Milch-Alternativen. Voraussetzung für die Teilnahme an den Free From Food Awards war unter anderem, dass das Produkt frei von mindestens einem Hauptallergen und in Deutschland erhältlich ist. Bewertet wurden Optik, Konsistenz, Geschmack und Geruch der Produkte. Die Gewinner sind unter www.freefromawards.de einzusehen.


Klarheit für Vegetarier und Veganer

08.05.2016

Wirtschaft, Verbraucher und Länder haben sich auf einheitliche Kriterien für die freiwillige Auslobung von „vegan“ und „vegetarisch“ geeinigt. Im Rahmen einer Länder-Arbeitsgruppe sind der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) und der Vegetarierbund Deutschland (VEBU) an der Ausarbeitung der Kriterien beteiligt gewesen.

In der seit Dezember 2014 gültigen Lebensmittelinformations-Verordnung ist vorgesehen, dass die Europäische Kommission eine einheitliche Definition für „Informationen über die Eignung eines Lebensmittels für Vegetarier und Veganer“ erlässt. Diesem Bedarf ist die Kommission bisher nicht nachgekommen. Aus Sicht des BLL sei es für die Umsetzbarkeit unerlässlich, dass die Vorgaben für die spezifische Eignung eines Lebensmittels für Vegetarier oder Veganer europaweit einheitlich sind. Die Kriterien für die freiwillige Auslobung von „vegan“ und „vegetarisch“ würden nicht nur den Herstellern Rechtssicherheit bieten, sondern seien vor allem für Verbraucher eine gute und verlässliche Grundlage zur Orientierung.


Mehr Qualität für Fleischwaren

04.05.2016

Mit einem natürlichen Rotton assoziiert der Verbraucher Qualität und Frische. Das Fleisch von jungen Schweinen ist durch die heute überwiegend praktizierte Mast jedoch heller. Fuchs bietet mit KolorFox eine Lösung, um Rohwurst und Hackfleisch-Spezialitäten eine natürlich rote Farbe zu verleihen. Außerdem präsentiert der Gewürzspezialist auf der IFFA, der internationalen Leitmesse für Fleischverarbeitung, die KapFox-Technologie. Das Verfahren dient der Mikroverkapselung  von Gewürzen und soll einen Aroma- und Qualitätsverlust bei der Vermahlung vermeiden. Die Aromen und Farbstoffe der zu veredelnden Gewürze werden sowohl durch Haftung an Zuckerstoffen als auch in Form von eingeschlossenen Tröpfchen in einer Zuckerstärke-Matrix haltbar gemacht. Die Technologie soll vollen Aromaschutz, Geschmacksneutralität, mikrobiologischen Schutz sowie ein ergiebiges und natürliches Gewürzerlebnis für Fleischwaren bieten.


Clean Label für Fleischwaren und Ersatzprodukte

29.04.2016

Auf der IFFA in Frankfurt präsentiert der Gewürzspezialist Wiberg Clean Label-Lösungen für Wurstwaren. Dazu zählen Optimiser für stabile und homogene Emulsionen, die die Textur und Konsistenz von Brühwurstprodukten positiv beeinflussen sollen. Für die Herstellung von Fleischersatz bietet der Hersteller mit Meat Replacer AP, ein Aroma, dass das Wasserbindevermögen bei Kochpökelwaren erhöht.  Die Optimiser MC und TF kombinieren Wirkstoffe und sorgen dafür, dass Brühwurst, Brühdauerwurst sowie Convenience-Produkte eine optimale Struktur bilden.  Alle drei Produkte sind frei von kennzeichnungspflichtigen allergenen Zutaten gemäß EU-Recht.


Für Süßwaren mit gesundheitlichem Plus

25.04.2016

Für den Einsatz in zuckerbasierten Süßwaren und Kaugummis bietet Sensient Flavors eine neue Aromenreihe mit Kombinationen wie frischer Kiwi mit Kokosnuss oder Ananas mit Passionsfrucht. Der Mix aus grünem Tee und Orangenlikör-Noten für Kaugummis richtet sich an Erwachsene, während Kinder mit Varianten wie Wassermelone und Kokosnuss angesprochen werden sollen. Die Trend-Aromen sollen neben Genuss auch eine Positionierung als Clean Label-Produkt ermöglichen. Spätestens seit der Trend zu Produkten mit gesundheitlichem Mehrwert den Süßwarenbereich erreicht hat, sind auch hier natürliche und funktionelle Inhaltsstoffe gefragt.


Wursthülle mit Struktur und Gewürzbeschichtung

19.04.2016

Auf der internationalen Leitmesse für die Fleischverarbeitung IFFA präsentiert Kalle seine Neuerungen im Bereich Wursthüllen, darunter eine Weiterentwicklung der Value-Added-Casings. Die Wursthüllen sollen ganze Produktionsschritte in der Herstellung ersetzen, indem sie Rauch, Farbe und Gewürze von der Hülle direkt auf die Oberfläche der Wurstfüllung übertragen. Weitere Neuheit ist die Spice-Kote für Rohwurst, Schinken und vegetarische Produkte. Sie ermöglicht attraktive Oberflächenstrukturen und Gewürzbeschichtungen in einem Arbeitsgang aufzubringen. Neben fertigen Mischungen stellt der Hersteller kundenspezifische Gewürzkombinationen her und beschichtet damit die Netzhüllen.


Claim ist nicht gleich Claim

14.04.2016

Produzenten, die glaubwürdige Claims auf der Vorderseite einer Verpackung platzieren, haben damit die Möglichkeit, ihre Markenpräferenz deutlich zu steigern – selbst wenn der Preis eines Produkts erhöht wird. Zu diesem Ergebnis kommt eine globale Konsumentenstudie, die das Marktforschungsinstitut TNS gemeinsam mit GNT unter 5.000 Menschen durchgeführt hat.

Die Auswahl des richtigen Claims ist entscheidend für den Erfolg eines Produktes. Denn nur Botschaften, die der Kunde für glaubwürdig hält, können die Kaufbereitschaft stärken. Sowohl der Claim „Mit natürlichen Farben“ als auch „Gefärbt mit Früchten und Gemüse“ erscheint 75 Prozent der Befragten als glaubwürdig. Mit der Aussage „Gefärbt mit Früchten und Gemüse“ verbinden über zwei Drittel der Verbraucher positive Produkteigenschaften wie „ist gesund“, „ist sicher“ oder „ist zu 100 Prozent natürlich hergestellt“. Bei der Verwendung färbender Zutaten und entsprechender Claims müssen Lebensmittelhersteller berücksichtigen, dass Verbraucher eine klare Vorstellung davon haben, was natürliche Farblösungen sind. 42 Prozent erwarten, dass diese ausschließlich aus essbaren Rohwaren wie Früchten und Gemüse gewonnen werden. Nur 21 Prozent empfinden Farben, die aus Stoffen wie Insekten oder Mineralien hergestellt werden, als wirklich natürlich.


Backleistung hoch - Fallzahl runter

11.04.2016

Wollen Müller die Fallzahl eines Mehles standardisieren, geben sie häufig Malzmehl hinzu. Das Produkt aus gekeimten Getreide wie Weizen, Gerste oder Roggen enthält hohe Mengen an Alpha- und Beta-Amylasen. Damit Anwender mit einem Enzymsystem die Fallzahl senken und die Backleistung verbessern können, bietet Mühlenchemie Deltamalt FN-A und FN-B. Die beiden Systeme basieren auf Pilz-Amylasen (FN-A) beziehungsweise einer Kombination von getreideeigenen Enzymen und Pilzamylase (FN-B).


Dragees in neuem Gewand

06.04.2016

Ein neues Verfahren von Beneo ermöglicht die Herstellung eines lichtdurchlässigen Coatings für Kaugummidragees mit dem Zuckeraustauschstoff Isomalt. Endprodukte erhalten einen außergewöhnlichen Glanz und geben den Blick auf das Innere des Kaugummis frei. Das Coating ist durch die technologischen Eigenschaften von Isomalt möglich. Es ist der einzige Zuckeraustauschstoff, der transparent kristallisiert. Aufgrund der stabilen Struktur kommt es laut Beneo weder bei der Herstellung noch beim Transport zu Rissen oder Absplitterungen.

Das Verfahren eröffnet die Optionen für Produkte mit glitzernden, bedruckten oder ein- und mehrfarbigen Kernen. Das Design von Kaugummidragees beschränkt sich dadurch nicht mehr nur auf das Coating. Auch der Kern trägt maßgeblich zum Erscheinungsbild bei.


Schokoladenstücke mit Zucker-Alternativen

02.04.2016

Neu im Sortiment von Herza sind Bio-Schokoladenstücke, die frei von Saccharose sind. Für den süßen Geschmack sorgen Kokosblütenzucker, Lucuma oder Reissirup. Die natürlichen Süßungsmittel haben einen vergleichsweise niedrigen glykämischen Index. Für die anhaltende Nachfrage nach proteinreichen Produkten bietet das Unternehmen zudem Schokoladenstücke, die mit hochwertigem Bio-Protein angereichert sind. Dadurch enthält die Schokolade bis zu 30 Prozent mehr Eiweiß als eine Standard-Milchschokolade. Mit dem eingesetzten Bio-Protein behält die Schokolade den feinen Geschmack einer Milchschokolade und erlangt gleichzeitig einen funktionellen Zusatznutzen. Die eiweißreichen Bio-Schokoladenstücke werden ebenfalls mit reduziertem Zuckergehalt angeboten.


Glutenfreie Backwaren mit Sauerteig

28.03.2016

Für die Herstellung glutenfreier Backwaren eignen sich Reismehl, Maismehl, Bohnenmehl, Kartoffelmehl, Kartoffelstärke und Leinsaat. Die Gebäcke verfügen dadurch über eine kurze Zutatenliste und kommen zumeist ohne Konservierungsstoffe aus. Böcker stellte auf der Backwarenmesse Europain in Paris seine glutenfreien Backwaren vor, die allesamt Sauerteig enthalten. Nach Angaben des Sauerteig-Spezialisten verbessert dieser das Aroma und die Textur der Gebäcke. Er wirkt sich positiv auf die Ausprägung von Aromakomponenten bei glutenfreien Rohstoffen aus. Außerdem kann der Einsatz die Haltbarkeit der Backwaren verbessern. Böcker bietet die Produkte ohne Weizeneiweiß frisch, in TK-Qualität und als Backmischungen an. Die Herstellung der Backwaren erfolgt in einem separaten Betriebsgebäude.


Länger haltbar trotz Naturrinde

23.03.2016

Die Rinde ist eines der Merkmale, die Verbraucher bei Käse mit Naturrinde besonders schätzen. Ihr Aussehen hat Einfluss auf die Kaufentscheidung. Pack-Age ist eine feuchtigkeitsdurchlässige Käse-Membran von DSM, um Käse mit Naturrinde zu verpacken. Im Vergleich zu traditionellen Papiertüten und mikroperforierten Barrierefolien bleibt die Rindenqualität länger erhalten. Dies soll Käseabfälle reduzieren und neue Exportmöglichkeiten eröffnen. Durch die längere Haltbarkeit sind auch Märkte außerhalb Europas, wie z. B. die USA, erreichbar, wo die Nachfrage nach solchen Produkten zunimmt. Hersteller von Käsespezialitäten wie Raclette, Comté und Cantal können jetzt längere Haltbarkeit sowie mehr Flexibilität in der Logistik erzielen.

Mit spezifischer Durchlässigkeit zu mehr Qualität

Pack-Age ist eine Clean-Label-Lösung, die eine verbesserte Rindenqualität gewährleistet und das unerwünschte Wachstum von Mikroorganismen auf dem Käse verhindert. Die spezifische Durchlässigkeit unterbindet die Entstehung klebriger oder schleimiger Oberflächen am Käse sowie die Entwicklung von Aroma- und Geschmacksfehlern während der gesamten Haltbarkeitsdauer. Die Eigenschaften der feuchtigkeitsdurchlässigen Membran sollen den Gewichtsverlust des Käses während der Reifung sowie bei der Lagerung und dem Transport begrenzen, während organoleptische Eigenschaften und Rindenqualität erhalten bleiben.


Vierte Ausgabe der Free-From-Messen

17.03.2016

Am 9. und 10. Juni findet in Amsterdam die vierte Ausgabe der Free-From-Messen „Free From Food“ (FFI) und „Free From Food Ingredients“ (FFFI) statt. Im letzten Jahr besuchten 2.134 Interessierte die Fachmessen. Darunter waren Entscheider aus dem Lebensmitteleinzelhandel­, Reformhaus und Naturkost-Bereich sowie Lebensmitteltechniker und Verantwortliche aus Forschungs­ und Entwicklungseinrichtungen. Messebesucher können sich auch dieses Jahr wieder über Trends und Entwicklungen bei Lebensmitteln ohne Gluten, Laktose, Fett, Zucker, Gentechnik, Weizen, Ei, Milchprodukte oder Konservierungsstoffe austauschen. Zusätzlich können Besucher an der zweitätigen Fachkonferenz teilnehmen. Dort informieren namhafte Referenten wie David Jago von Mintel über branchenrelevante Themen. Wissenschaftler, Händler und Hersteller präsentieren außerdem die neuesten Entwicklungen rund um laktosefreie Ernährung.

Im Rahmen der Kombi-Messe feiert 2016 die „Functional Food Expo“ ihre Premiere. Auf der Zusatzveranstaltung informieren erstmals Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln, wie Vitaminen, und von Sportnahrung, wie zum Beispiel Proteinpräparaten, über ihre Produkte. So findet auch die Branche der funktionellen Lebensmittel einen Raum für Gespräche und die Entdeckung neuer Trends.


Das Problem mit Allergenhinweisen

11.03.2016

Die sechste internationalen Fachkonferenz „Food Allergens“ der Akademie Fresenius befasste sich unter anderem mit der problematischen Rechtslage zur Deklaration von Allergenen. Allergenlabels auf Nahrungsmittelverpackungen sind in der EU durch die Lebensmittelinformationsverordnung geregelt, die seit Ende 2014 in Kraft ist. Diese befasst sich mit 14 bekannten Allergenen, allerdings nur, wenn diese als Inhaltsstoffe eines Lebensmittels vorkommen. Die Verordnung befasse sich dagegen nicht mit dem Thema Kreuzkontamination und somit nicht mit Allergenen, die eventuell im Endprodukt enthalten sein könnten, erklärte Paul J. Turner (Imperial College London) das aktuelle Problem der Rechtslage. Das vorsorgliche Labelling mit Allergenhinweisen, das von vielen Herstellern aus diesem Grund praktiziert wird, sei bislang nicht reguliert, sodass Verwirrung und Ängste unter Allergikern herrschen. Eine Verbesserung der Warnhinweise sei dagegen über die Einführung von Grenzwertenmöglich. Diese beinhalten momentan jedoch noch zahlreiche Herausforderungen. Als Beispiel nannte Turner die angemessene Kommunikation der Grenzwert-Bestimmung gegenüber der Öffentlichkeit.


Gesund und umami zugleich

08.03.2016

Befeuert durch das wachsende Gesundheitsbewusstsein der Verbraucher reduzieren viele Hersteller Salz und Fett in ihren Rezepturen. Sensient Flavors bietet hierfür die Taste Sensations Range, die verschiedene Lösungen, um ungesunde Inhaltsstoffe zu verringern, und gleichzeitig das Standard-Geschmacksprofil beizubehalten. In Würzungen, Suppen, Saucen und Dressings, Fertiggerichten, Fleisch- und Käseprodukte, Snacks oder Konserven heben die Ingredients den Umami-Geschmack hervor und kompensieren das fehlende Salz respektive Fett in Sachen Geschmack und Mundgefühl. Die Aromen sind vegan und kalorienfrei, und enthalten weder Salz noch Mononatriumglutamat, Palmöl oder gentechnisch veränderte Bestandteile. Der Umami Enhancer erlaubt eine Clean-Label-Kennzeichnung und kann der bestehenden Aromatisierung einfach zugefügt werden. Der Long Lasting Enhancer erlaubt Fettreduktionen von bis zu 30 Prozent ohne Geschmackseinbußen, während der Clean-Label Sodium Replacer perfekt für bis zu 30 Prozent salzreduzierte Produkte ist und sich auch zur Maskierung von Off-Noten eignet.


Aromen - Softdrinks mit Cocktail-Flair

19.02.2016

Immer mehr Verbraucher greifen zum Softdrink als Alternative zu alkoholischen Getränken und sind dabei stets auf der Suche nach neuen Geschmackserlebnissen. Die Mocktail-Aromen von Sensient Flavors ahmen den Geschmack von Cocktails nach, ohne dabei Alkohol zu enthalten. Die „Classic Line“ umfasst bekannte Cocktails, greift auf bekannte Cocktail-Elemente wie den Rumgeschmack im Piña-Colada zurück und ersetzt ihn durch ein harmonisches Pfirsichprofil. Die „Seasonal Selection“ arbeitet mit Äpfeln, Datteln und Honig für die Wintermonate. Im Frühjahr und Sommer kommen Orangenblüten-, Mango- und Teeextrakte zum Einsatz. „Trip tot he forest“ richtet sich an Konsumenten mit einer Vorliebe für schwere und prägnante Aromenprofile mit holzigen und rauchigen Noten ansprechen. Einsatzgebiet der Aromen sind kohlensäurehaltige Softdrinks.


Marktforschung - Zusatzstoffe auf der schwarzen Liste

19.02.2016

Zusatzstoffe haben einen großen Einfluss auf die Kaufentscheidung von Konsumenten und können das Aus für ein Produkt bedeuten. Zu diesem Ergebnis kommt eine weltweite Verbraucherstudie, die das Marktforschungsinstitut TNS im Auftrag von GNT, Hersteller Färbender Lebensmittel, durchgeführt hat. Ganz oben auf der schwarzen Liste stehen bei Verbrauchern Konservierungsstoffe sowie künstliche Farb- und Süßstoffe. Rund 60 Prozent aller Konsumenten weltweit meiden diese in ihren Lebensmitteln und Getränken. Die Studienergebnisse zeigen auch: Die Bewertung von Zusatzstoffen ist vom Produkt abhängig: Joghurt empfinden Verbraucher als ein natürliches Produkt und sehen daher enthaltene Zusatzstoffe kritischer als zum Beispiel in Süßwaren und Erfrischungsgetränken.


Färbende Lebensmittel - Wild erweitert Rainbow Range

17.02.2016

Handelt es sich um einen Farbstoff oder ein färbendes Lebensmittel? Für Transparenz sorgen die EU-Leitlinien zur Klassifikation von Lebensmittelextrakten, die am 29. November 2015 in Kraft getreten sind. Wild aus Heidelberg-Eppelheim bietet mit der Rainbow Range färbende Lebensmittel an, die den neuen gesetzlichen Vorgaben entsprechen und die Auslobung als kosheres und halal-konformes Lebensmittel ermöglichen. Die Farben zeichnen sich durch eine hohe Leuchtkraft und Stabilität aus und sind unterschiedlich anwendbar: wasserlöslich für Getränke oder Gelatineartikel und Hartkaramellen, öllöslich für Schokoladenwaffeln. Neu im Portfolio sind Formulierungen, die für strahlende Gelb- und Orangetöne sorgen.


Enzymsysteme - Ingredients für schwierige Rohstofflagen

15.02.2016

Nicht nur Kundenwünsche und gesetzliche Vorgaben unterliegen einem stetigen Wandel, sondern auch die Verfügbarkeit von Rohstoffen. Auf die steigenden Preise für Vitalkleber reagiert Muehlenchemie mit dem Enzym-System Powerenzym Glut-X. Dieses ist speziell auf die Herstellung von Baguette-Mehlen ausgerichtet und ermöglicht es den Einsatz an Vitalkleber zu reduzieren. Um die Kleberzugabe zum Mehl von 0,5 auf 0,1 Prozent zu reduzieren, reiche eine Dosierung von 0,02 Prozent aus. Das System ist auf die Gärzeiten in französischen Bäckereien abgestimmt und soll für eine rösche Kruste, eine weiche Krume und das typische Baguette-Aroma sorgen. 


Gewürzmischung - Authentischer Geschmack für Sandwichbelag

15.02.2016

Der Sandwichbelag Pastrami aus den USA entwickelt sich in Deutschland zu einem beliebten Snack. Van Hees bietet das Gewürzpräparat Pastrami Rot oGAF zur herzhaftem Ummantelung von Rindfleischbelag. Kräftiger Schrot aus schwarzem Pfeffer sowie fruchtiges Paprikagranulat und eine pikante Note aus gemahlenen Chilies charakterisieren die außergewöhnliche Mischung. Das Produkt ist frei von zugesetztem Glutamat und deklarationspflichtigen Allergenen.