fooddesign
Newsletter 1 | 2017

Liquid Handling-Systeme gewinnen für die Qualitätssicherung an Attraktivität

Höhere Präzision bei der Laborautomation

Zur täglichen Arbeit im Labor gehören Routineaufgaben wie die Probenvorbereitung oder das Pipettieren, die jedoch – wenn von Hand erledigt – fehleranfällig sind. Abhilfe schaffen Laborautomationssysteme. Diese waren bisher nur für Forschungseinrichtungen mit einem größeren Budget interessant. Das hat sich geändert.

In der Qualitätssicherung und Produktentwicklung spielt es eine besonders Rolle, dass sich die analytischen Untersuchungen einfach reproduzieren lassen. Wird beispielsweise die Pipettierung manuell durchgeführt, schleichen sich schnell Fehler ein, denn die Arbeit ist nicht nur zeitaufwendig, sondern kostet auch viel Konzentration. Zudem spielt die Art und Weise des Pipettierens eine Rolle: Bei einem Versuch in einem amerikanischen Biotech-Unternehmen, bei dem die Ergebnisse von Mitarbeitern mit denen eines Liquid Handling-Roboters verglichen wurden, war aufgefallen, dass die Mitarbeiter unterschiedliche Methoden nutzten und zwischen diesen teilweise hin- und herwechselten. Dabei landete bei der Rückwärts-Pipettierung tendenziell mehr Flüssigkeit in den Reaktionsgefäßen als vorgegeben.

Erbse

Der Samplify Robot eignet sich für die Verarbeitung von Reagenzglas-Racks mit offenen Vials und Tubes, Flaschen sowie Multititerplatten mit größeren Kavitäten. © nevoLAB

Arbeitserleichterung auf DIN A3-Größe

Um Unsicherheitsfaktoren, die durch die manuelle Probenvorbereitung entstehen, ausschließen zu können und eine hohe Reproduzierbarkeit zu erreichen, sind Laborautomatisierungssysteme deshalb die erste Wahl. Bisher sind Liquid Handling-Roboter meist nur für größere Forschungseinrichtungen mit einem entsprechenden Budget interessant. Die nevoLAB hat deshalb die Samplify-Serie entwickelt. Die Modelle Robot und Samplify P versprechen einen vergleichsweise niedrigen Anschaffungspreis und lassen sich flexibel mit bereits vorhandenen Geräten in der Qualitätssicherung kombinieren, sodass nicht die komplette Laborausstattung ersetzt werden muss.

Der Samplify Robot eignet sich als kostengünstiges Einstiegsmodell und bewegt sich damit im Bereich einer hochwertigen automatischen Analysewaage. Mit seinen Stellmaßen nimmt er dabei nicht mehr Platz als eine DIN A3-Seite ein. Die Präzision der Z-Achse beträgt rund 0,22 Millimeter bei einem Hub von 120 Millimetern und erreicht damit eine höhere Reproduzierbarkeit als bei der manuellen Durchführung. Die Spritzen sind für Volumina von 0,1 bis 12,5 Milliliter ausgelegt. Das System ist für die Verarbeitung von Reagenzglas-Racks mit offenen Vials und Tubes, Flaschen sowie Multititerplatten mit größeren Kavitäten geeignet.

Erweiterung mit anderen Geräten

Die Anwendungsmöglichkeiten beschränken sich nicht nur auf die Nutzung als Liquid Handling-System. Der Samplify Robot lässt sich in Verbindung mit Schüttlern, Rührern und Temperiereinheiten zur Probenvorbereitung, zum Dosieren und Umpipettieren von flüssigen Proben nutzen, in der Analytik zur Herstellung von Verdünnungsreihen einsetzen oder als Autosampler mit automatischer Probennahme sowie als Fraktionssammler verwenden.

Das Gerät kann dabei auf den Bedarf des jeweiligen Labors abgestimmt werden. NevoLAB bietet RFID Pens, Barcode Reader, Fußschalter und Label Printer sowie Spritzen an, mit denen sich die Geräte erweitern lassen. Auch die Integration bereits bestehender Systeme und Geräte anderer Hersteller, wie Waagen, ist möglich. So ist der Einsatz sowohl in der Produktentwicklung als auch in der Qualitätssicherung von Lebensmitteln, möglich.

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Mehr zu Laborsystemen und Analytik lesen Sie in der food design 1 | 2017, die am 2. Mai erscheint.

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